Leinwand

Die Leinwand findet bereits seit der frühesten Antike ihren Einsatz in der Malerei.
Durch die Alterung eines Gewebes aus natürlichen Materialien wie Flachs, Hanf und Baumwolle wird das Gefüge brüchig und es kommt zu einer schlaffen Leinwand, was wiederum Auswirkungen auf die Bildschicht nach sich zieht.
Leinwand-Restaurierung
Rißverklebung an der Rückseite einer Leinwand. Der textile Träger des Gemäldes wurde durch einen Sturz verletzt und wurde in einer Restaurierung geschlossen.
Ein falscher Umgang oder Lagerung führen zu Druckbeulen, Löchern und Rissen. Diese lassen sich je nach Ausmaß mit einer Rissverklebung oder Einsetzen von Leinwandintarsien schließen. Bei einer Rissverklebung werden die einzelnen Fäden einer Leinwand zusammengeführt und miteinander verklebt. Ziel ist es, den Riss von einem Gemälde auf textilem Träger sowohl vorder- als auch rückseitig unsichtbar zu machen. Früher wurden Gemälde mit Leinwandverletzungen häufig unnötig doubliert. Von einer Doublierung spricht man, wenn auf die Rückseite der originalen Leinwand ein zweites stützendes Gewebe aufgeklebt wird. Es gibt mehrere Methoden, die regional unterschiedlich angewendet wurden. häufig findet man alte Gemälde mit einer Kleisterdoublierung oder einer Wachs-Harz-Doublierung. Diese Doublierungen wurden meist unter großem Druck und Hitze durchgeführt, diese Maßnahmen hatten negative Auswirkungen auf die Oberflächen der Bilder, die häufig eine verpresste Malschicht ohne Struktur aufweisen.
Neben Gemälden auf Leinwand restaurieren wir auch folgende Bildträger:
 Häufig ist der Bildträger eines Gemäldes nicht ohne Fachkenntnis so leicht zu identifizieren. Bei der Bestimmung des Bildträgers kommt häufig hinzu, dass verschiedene Materialien miteinander kombiniert wurden. Auch bei späteren Restaurierungen kam es häufig zu Veränderungen, z. B. wurden bei früheren Restaurierungen Leinwand auf Holz aufgezogen, oder auch Leinwand auf Pappe. Diese restauratorischen Veränderungen haben dann wiederum weitere Probleme erzeugt. Manchmal sind diese unschönen restauratorischen Eingriffe nicht mehr rückgängig zu machen. Da liegt teilweise an den benutzen Haftmitteln und Klebstoffen wie Wachs oder Wachs-Harz-Mischungen.

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