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Reversibilität

Für alle restauratorische Maßnahmen gilt als oberstes Gebot die Reversibilität, das heißt, dass eine Rückgängigmachung der Maßnahmen, z .B. einer Retusche problemlos durchführbar sein soll, auch nach vielen Jahren.

Führer eingesetzte Mehtoden und Materialien lassen sich oft nicht mehr zerstörungsfrei rückgängig machen. Daraus entwickelte sich der Anspruch der Reversibilität. Man versteht darunter den Einsatz reversibler Materialien, also Stoffe, die sich mit Lösemittel leicht wieder entfernen lassen, ohne das Original anzugreifen. Retuschen haben heute den Anspruch, dass sie reversibel sind.

Ikrath, Karl Nagel, Arbeitsfoto, 11

Restaurieren und Konservieren

Das oberste Ziel der Restaurierung ist die Originalsubstanz des Objekts weitestgehend zu erhalten. Als Diplom-Restauratorin verfolge ich das Ziel, durch möglichst auf ein Minimum beschränkte Eingriffe am Objekt die Erhaltungsbedingungen zu verbessern. Dabei ist heute die Reversibilität des Eingriffs eine der Hauptanforderungen.
Mein Erfahrungsschatz im Bereich der Gemälde-Restaurierung reicht von der mittelalterlichen Malerei auf Holztafeln über Gemälde auf textilem Bildträger aller Zeitepochen bis hin zur modernen und zeitgenössischen Malerei.

Zeigt her eure Beine! Interessantes über Heilige bei Restaurierung

Bei der Restaurierung sakraler Skulpturen trifft man immer wieder auf Heilige, mit denen man sich noch nie befasst hat. Wer heißt denn heutzutage auch noch Rochus. Dabei war der Heilige Rochus ein häufig angebeteter Heiliger zu Zeiten der Pest.

Die Überlieferungen über Rochus sind legendär. Als Sohn reicher Leute verschenkte er früh sein Vermögen und trat dem Orden der Franziskaner bei Bei Pilgerfahrten nach Rom pflegte er Pestkranke, dabei zeigte sich seine Gabe, Pestkranke allein durch das Zeichen des Kreuzes Christi wundersam zu heilen. In Rom heilte wieder viele Menschen, darunter einen Kardinal, dennoch blieb er arm und ohne Ansehen. Auf der Rückreise wurde er Restaurierung-Kittung-Skulptur-Rochus-Tuffsteinselbst von der Pest befallen; im Spital ob seiner Armut nicht geduldet, zog er sich in eine Hütte des nahen Waldes zurück. Da erschien ein Engel zu seiner Pflege, und der Hund eines benachbarten Edelmanns brachte ihm Brot, bis er genesen heimkehren konnte.
Die polychrom gefasste Skultur wies Ablösungen der Fassung vom Träger auf und Fehlstellen. Die abblätternde Fassung wurde von uns gefestigt, die Fehlstellen gekittet. Die Kittungen sind als weiße Stellen in der farbigen Fassung auszumachen. Die gelüsterteen Blattmetalle sind typisch für eine Fassung der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Marktoberdorf feiert seinen Exil-Koblenzer, zum 200. Todestag von Kurfürst Clemens Wenzeslaus.

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  • „Clemens Wenzeslaus – ein Fürst zum Anfassen“

    Herzstück der Veranstaltungsreihe wird die Ausstellung im Rathaussaal sein, die mit zum Teil bislang ungezeigten Exponaten aufwartet.

    Sein Andenken wirkt bis heute

    Er war Kurfürst von Trier, Fürstbischof von Augsburg und Fürstprobst von Ellwangen und damit einer der ranghöchsten Fürsten im ausgehenden Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Auch nach dem Verlust seiner Ämter durch die Neuordnung des Reiches unter Napoleon kam er weiterhin ins Schloss von Marktoberdorf.

    Im ausgehenden 18. Jahrhundert wählte Clemens Wenzeslaus (1739-1812) aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Wettiner das Schloss in Marktoberdorf als seine Sommerresidenz und als einen seiner liebsten Aufenthaltsorte. Hier verstarb er am 27. Juli 1812 und wurde auf eigenen Wunsch auch hier beigesetzt.

    Das ganze Programm ist zu lesen unter:

  • http://www.wenceslaus2012.de/