Kategorie-Archiv: Kunsthandwerk

Werte-Ausstellung im Koblenzer Schloß

Ausstellung zu Restaurierung, Denkmalpflege und Handwerkstradition im Koblenzer Schloß

Traditionsreiche Handwerkskunst neu entdeckt
Ausstellung WERTE 2015 gibt außergewöhnliche Einblicke- Kunstkonservierung Koblenz ist am Samstag bei der Ausbildungsinitative „EINBLICKE“ mit dabei und berät über den Beruf des Gemälderestaurators, über das Studium und das Vorprkatikum.

Historische Kulturgüter für die Nachwelt bewahren – dieses Ziel verbindet renommierte Diplom-Restauratoren und Handwerksbetriebe, die am 11. und 12. April 2015 bereits zum zweiten Mal ihr meisterhaftes Können im Koblenzer Schoß zeigen. Unter dem Namen „WERTE 2015 – Werkstätten traditioneller Handwerkskunst“ findet die Ausstellung in den historischen Räumen des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz statt und ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet (Eintritt: Erw. € 3,00/erm. € 2,50; Jugendliche, Schüler, Studenten frei).

Ergänzend angegliedert ist am Samstagvormittag (10 bis 14 Uhr) im Koblenzer Schoß die Ausbildungsinitiative „EINBLICKE“, die bei Jugendlichen, Eltern und Lehrern das Interesse am traditionsreichen  wecken soll. Wir sind mit dabei am Stand der Jugendbauhütten und werden die Restaurierung von Bilderrahmen zeigen. Gerne beantworten wir alle Fragen von interessierten Jugendlichen über die Ausbildung von Restauratoren und über das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege für das wir als Einsatzstelle in Koblenz stehen.

Restaurierung Gemälde, Kunsthandwerk

Gemälde und Skulptur ist nur ein Überbegriff, der eine große Vielzahl an Objekten und Untergattungen beschreibt die in der Restaurierung von Gemälde, Kunsthandwerk und Heiligenfiguren vorkommen. In den letzten Jahren durften wir unterschiedliche und zum Teil recht kuriose Objekte untersuchen, konservieren und restaurieren. Ausstattung von Kirchen, wie Altäre, Tabernakel, Heiligenfiguren, daneben auch die profanen Objekte des Kunsthandwerks, etwa gefasste Möbel, darunter vergoldete Stühle, polychromierte Konsolentische, verzierte Spiegel, Bilderrahmen, Kerzenleuchter oder sogar Lüsterweibchen. Unter den Heiligenfiguren haben wir restauriert: den Heiligen Johannes (barocke Holzskulptur), Heiligen Nikolaus (barocke Holzskulptur), Heiliger Blasius (neogotisch), Heiliger Sebastian (neogotisch), Heiliger Maternus (barocke Holzskulptur), Vesperbilder aus unterschiedlichen Epochen.

vergoldete Buchstaben für den Ladenbau

Buchstaben vergolden

Buchstabgen vergolden gehört normalerweise nicht zu unserem Tagesgeschäft als Restauratoren für Gemälde und Skulpturen. Aber immer wieder werden wir auch als gelernte Vergolder mit der Vergoldung von von Möbeln oder Schrifzügen (Buchstaben) betraut. Für den hochwertigen Innenausbau einer edlen Parfümerie haben wir zusammen mit Vergoldermeisterin Katinka Wessels hunderte von Buchstaben vergoldet. Aus den vergoldeten Buchstaben  wurden die Schriftzüge von Parfüm-Labels zusammengepuzzelt. Wer mag, kann mitpuzzeln!

vergoldete Buchstaben für den Ladenbau

Blattmetalle können für moderne Vergoldungen eingesetzt werden. Für Ladenbau, Messebau, Innenausbau und Yachtbau können Möbel, Vitrinen oder auch Buchstaben vergoldet werden. Die Auswahl an  Blattmetallen ist groß: Blattgold verschiedener Karat, Blattsilber, Schlagmetall (Messing und Aluminium) Kupfer. Buchstaben vergolden ist nur eines der Anwendungsbeispiele.

Das Blattgold wird mit Anlegemitteln auf Basis von Öl (Mixtion) oder Acryl auf die glatte Oberfläche durch den Vergolder vergoldet.

Nach Anlegen der Mixtion (oder ähnlichem) wird das Blattgold auf die Buchstaben aufgelegt (Vergolden der Buchstaben). Anders als bei der Polimentvergoldung werden die vergoldeten Oberflächen nicht mit einem Achatstein auf Glanz poliert. Die vergoldeten Buchstaben, die mit Blattgold belegt sind werden nach dem Trocknen des Anlegemittels (Mixtion) mit einem weichen Lappen oder Watte leicht angerieben, vor dem Polieren mit Watte muss das Blattgold aber noch eingekehrt werden. Der Vergolder beschreibt mit Einkehren einen Vorgang, bei dem das überschüssige Blattgold mit einem weichen Einkehrpinsel auf der Oberfläche verteilt wird und an offener Midtion kleben bleibt.