Kategorie-Archiv: Gemälde

Ikonen Restaurierung

Ikonen Restaurierung in Koblenz durch Restauratoren-Team.

Bei der Restaurierung von Ikonen werden Techniken der Gemälderestaurierung und Skulpturenrestaurierung angewandt. Ikonen sind christliche Darstellungen von Heiligen und Erzählungen, die immer wieder kopiert werden. Bildträger von Ikonen sind traditionell dicke Holztafeln. Der hölzerne Träger ist meist mit einem Gewebe beklebt, worauf ein dicker Kreidegrund mehrschichtig aufgetragen ist. Der Hintergrund der malerischen Darstellung der Ikone ist in der Regel mit Blattgold vergoldet. Eine matte Temperamalerei setzt sich gegenüber dem Blattgold effektvoll ab.

Das Wort Ikone leitet sich aus dem Griechischen ab von εἰκών, was soviel bedeutet wie „Bild, Abbild“. Ikonen sind Kult- und Heiligenbilder der Ostkirchen, besonders der orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus. Ikonen dienen der Theologie, sie sollen Ehrfurcht erwecken und eine Verbindung zwischen Betrachter und dem Dargestellten herstellen. Bei der Ikonen Restaurierung ist ein spezielles Wissen notwendig, das auf langjähriger Erfahrung im Umgang mit Materialien wie Kreidegrund, Temperafarbe und Blattgold beruht

Ikonen sind kunsttechnologisch betrachtet mitTafelgemälden und Holzskulpturen vergleichbar, da Materialien wie Holz, Kreidegrund, Blattgold und Temperafarben vorliegen. Vor kurzem haben wir vier Ikonen restauriert. Zur Ikonen Restaurierung: Die Ikonen, die durch uns als Restauratoren restauriert wurden sind russische Ikonen. Sie werden auf das frühe 19. Jahhundert datiert. Die Ikonen wiesen unterschiedliche Schadensbilder auf, bedingt durch einen Wasserschaden. Typische Schäden durch Feuchtigkeit sind Risse im Holz, durch das Quellverhalten des Holzes von Ikonen (Holz als Träger), sowie Abblätterungen der Bildschicht (Kreidegrund, Blattgold, Temperamalerei). Weitere Schäden bildeten Bereibungen und Kratzer in der Bildschicht.

Wir restaurieren Ikonen, Beispiele von Restaurierung von Ikonen sehen Sie hier:

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Mehrfeldikone vor Restaurierung. Ein breiter Riß verlief senkrecht durch die Ikonen, zahlreiche Abblätterungen und Fehlstellen durch Wasserschaden, ältere Risse in rechter Bildhälfte.

 

Restaurierung Zwischenzustand, Riß wurde ausgespähnt mit Balsholz
Restaurierung Zwischenzustand, Riß wurde ausgespähnt mit Balsaholz
Mehrfeldikone
Mehrfeldikone nach Restaurierung, Endzustand

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Gemälde auf Metall, Zinkblech, Kupferblech

Zum Fachbereich Gemälderestaurierung gehört auch die Konservierung und Restaurierung von Gemälden auf Metall bzw. Metallblech (z.B. Kupfer, Zink, Eisen, Zinkblech, Kupferblech).

Beispielhaft für die Restaurierung eines kleinen Gemäldes auf Metall steht die kürzlich erfolgte Restaurierung eines Gemäldes auf vermutlich Zinkblech des Koblenzer Malers Johann Bachta (1782-1856).  Das Zinkblech bildet den Träger für die feine Ölmalerei. Bei dem Landschaftsgemälde handelt es sich um einen pitorisken Ausblick auf die Stadt Bacharach am Mittelrhein. Dieses populäre Motiv zeigt eine Ansicht von Bacharach am Rhein mit der Ruineder St. Wernerskirche.

Der metallische Träger war stabil und wieß nur wenige Oxidationsflecken auf, die teilweise durch die Malschicht emigriert weren. Die Malerei war insgesamt stabil, kleine Fehlstellen in der Bildschicht des Gemäldes waren durch mechanische Einwirkung und Kratzen entstanden.

Der Firnis war stark vergilbt und beeinträchtigte den ästhetischen Gesamteindruch des Gemäldes erheblich. Nach Abnahme des vergilbten Firnisses wurden die Fehlstellen auf Nievau gekittet und retuschiert. Abschließend wurde ein UV-stabilisierter Dammarfirnis aufgetragen.

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Gemälde von Bachta auf Zinkblech vor Restaurierung

 

Restaurator-Mainz
Gemälde-Reinigen Oben: Reinigungsprobe, Abnahme des stark vergilbten Firnisses im Bereich des Himmels mit organischen Lösemitteln. Zwischenzustand. Unten: Halb gereinigtes Gemälde.
Bachta-Maler-Koblenz
Bachta-Gemälde nach Abnahme des Firnisses, mit Kittungen, Zwischenzsustand, neben Zinkblech wurde auch häufig Kupferblech als Bildträger genommen.
Bachta nach Restaurierung
Restauriertes Gemälde auf Blech-Metall im Endzustand im Zierrahmen (dieser ist nicht aus der Zeit)

Zur Geschichte der Malerei auf Metall:
Die Vorläufer metallischer Bildträger (Kupferblech, Zinkblech) werden teilweise schon in der Antike gesehen, ferner im Lucca-Manuskript des 9. Jh. mit seiner Goldfärbung von Zinnfolien, in der Lüstertechnik der Faßmalerei. Als Anregung für die Kaltbemalung von Metall dürfte auch die seit dem Ende des 15. Jh. verbreitete Emailmalerei gedient haben. Die vermutlich ältesten gemalten Bilder sind auf Kupfertafeln gemalt und stammen aus der Zeit um 1500. Es handlet sich hierbei um italienische Gemäldevon Malern aus dem Umkreis von Raphael. Als das  früheste bekannte signierte und datierte Bild wird in der Literatur ein Gemälde von Bartholomeus Spranger auf einerKupferplatte genannt (1592). Zwar wurden gewöhnliche Eisenbleche schon von Cennini im 15. Jh. als Malgründe erwähnt, doch fanden sie wegen ihrer geringen Haltbarkeit (Oxidation) fast nur für Aushängeschilder, Wappen oder Votivbilder Verwendung. Der Höhepunkt der Malerei auf Kupferplatten liegt um 1600. Im 17. und 18. Jh. wurden Metallplatten von den meisten niederländischen und den von ihnen beeinflußten deutschen Malern sowie den italienischen Akademiemalern häufig verwendet. Metallplatten (Gemälde-Zinkblech-Kupferblech) boten den Malern einige Vorteile: sie sind dünn und meist gut zu transportieren, sind sehr glatt und eignen sich somit für eine sehr feine Malerei mit glatten Oberflächen.
Aufgrund der relativ geringen Empfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Feuchteschwankungen sowie der steifen Oberfläche kommt es bei Gemälde-Zinkblech-Kupferblech auch nach langer Zeit nur zu einer geringen Krakelurbildung. Metalle sind auch keinem direkten Befall durch Mirkoorganismen oder Insekten ausgesetzt. Vorausgesetzt, das Metall ist korrosionsbeständig, die Malerei wurde maltechnisch richtig ausgeführt und Temperaturextreme werden vermieden, sind diese Gemälde sehr haltbar.

Jedoch zeigen sich häufig typische Schäden, die durch das Metall als Malgrund hervorgerufen werden. Als Restaurator muß man diese Oberflächenphänomene kennen und einordnen können.  Ausbrüche entehen meist durch Wärmebewegung des Metalls und das Austreten von Oxidationsprodukten. Unedle Metalle neigen zu Korrosionsschäden, meist in Form von kleinen Blasen, Kuppeln oder Pusteln. Verstärkt werden diese Schäden durch sehr feuchtes Raumklima, kondensierende Luftfeuchtigkeit oder wäßrige Reinigungsmittel.

Auffällig ist ein häufiges Auftreten von Frühschwundrissen. Lösemittel sind durch das Anquellen der Malschicht bzw. Firnisse meist an der Entstehung oder Verstärkung von Schwundrissen und Haftungsverlusten beteiligt.

 

 

 

 

Denkmalpflege

Ende letzten Jahres berichtete die Rhein-Zeitung über unsere Funktion als Einsatzstelle für das Freiwillige soziale Jahr in der Denkmalpflege. Die Freiwilligen können die Arbeit im Restaurierungsatelier für mit einem Vorpraktikum für ein Studium der Restaurierung für Gemälde und Skulpturen nutzen.
Ende letzten Jahres berichtete die Rhein-Zeitung über unsere Funktion als Einsatzstelle für das Freiwillige soziale Jahr in der Denkmalpflege. Die Freiwilligen können die Arbeit im Restaurierungsatelier für mit einem Vorpraktikum für ein Studium der Restaurierung für Gemälde und Skulpturen nutzen. In der Denkmalpfelge sind generall viele Berufe denkbar: Neben Restauratoren sind auch Architekten, Kunsthistoriker und viele Handwerker in der Denkmalpflege tätig. Um einen ersten Einblick in die Arbeit der Denkmalpflege und artverwandten Berufe von Denkmalpflege zu erlangen bietet sich für junge Erwachsene das Freiwillige soziale Jahr in der Denkmalfplege an. Wir sind zum zweiten Mal als Einsatzstelle für die Jugendbauhütte Duisburg mit dabei und bieten einen Einblick in die Denkmalpflege. In der Restaurierung arbeitet man häufig im und am Dankmal. Beim Feiwilligen sozialen Jahr in der Denkmalpflege werden erste Arbeitserfahrungen im Team mit Restauratoren und Denkmalpfelgern erlangt.

Restaurierung Gemälde, Kunsthandwerk

Gemälde und Skulptur ist nur ein Überbegriff, der eine große Vielzahl an Objekten und Untergattungen beschreibt die in der Restaurierung von Gemälde, Kunsthandwerk und Heiligenfiguren vorkommen. In den letzten Jahren durften wir unterschiedliche und zum Teil recht kuriose Objekte untersuchen, konservieren und restaurieren. Ausstattung von Kirchen, wie Altäre, Tabernakel, Heiligenfiguren, daneben auch die profanen Objekte des Kunsthandwerks, etwa gefasste Möbel, darunter vergoldete Stühle, polychromierte Konsolentische, verzierte Spiegel, Bilderrahmen, Kerzenleuchter oder sogar Lüsterweibchen. Unter den Heiligenfiguren haben wir restauriert: den Heiligen Johannes (barocke Holzskulptur), Heiligen Nikolaus (barocke Holzskulptur), Heiliger Blasius (neogotisch), Heiliger Sebastian (neogotisch), Heiliger Maternus (barocke Holzskulptur), Vesperbilder aus unterschiedlichen Epochen.

Gemälderestaurierung

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Zeitungsartikel über Restaurierungsatelier in Koblenz

Gemälde sind sehr empfindliche Kunstwerke, die einer genauen Beobachtung und ständigen Pflege bedürfen.Gemälde sind  zahlreichen Einflüssen ausgesetzt, die die Malerei und ihre Substanz in ihrem Erhaltungszustand gefährden.

Die Alterung von Farbe und Überzügen an einem Gemälde haben eine große Bedeutung für die Lesbarkeit eines Bildes. Dabei wird ein gealtertes Objekt auch nach seiner Konservierung und Restaurierung grundsätzlich nie in den Ursprungszustand zurück zu versetzen sein. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Entscheidung, was an einem Bild konserviert oder restauriert wird.

 

Restaurator Luxembourg Restaurator Luxemburg

 

Pigmente

Pigmente (lateinisch pigmentum für „Farbe“, „Schminke“) sind feste, körnige, farbgebende Substanzen, die im Bindemittel unlöslich sind und sich dadurch von Farbstoffen unterscheiden. Pigmente können anorganisch oder organisch, bunt oder unbunt sein. Maßgeblich für die Eigenschaften der Pigmente sind neben der chemischen Struktur auch die Kristallstruktur sowie die Teilchengröße und –verteilung. Die Farbe entsteht durch Absorption und Remission (Streuung und/oder Reflexion) bestimmter Frequenzanteile des sichtbaren Lichts auf das Pigment. Häufig verwendete historische Pigmente sind Erdpigmente wie Umbra oder Terra di Siena, Ocker oder metallische Pigmente wie Bleiweiß (giftig!) oder Zinkweiß.

In der Restaurierung werden Pigmente für die Retusche verwendet, dabei werden sie mit Bindemittel angerieben.

 

Ikrath, Karl Nagel, Arbeitsfoto, 11

Restaurieren und Konservieren

Das oberste Ziel der Restaurierung ist die Originalsubstanz des Objekts weitestgehend zu erhalten. Als Diplom-Restauratorin verfolge ich das Ziel, durch möglichst auf ein Minimum beschränkte Eingriffe am Objekt die Erhaltungsbedingungen zu verbessern. Dabei ist heute die Reversibilität des Eingriffs eine der Hauptanforderungen.
Mein Erfahrungsschatz im Bereich der Gemälde-Restaurierung reicht von der mittelalterlichen Malerei auf Holztafeln über Gemälde auf textilem Bildträger aller Zeitepochen bis hin zur modernen und zeitgenössischen Malerei.

Unser Restaurierungsatelier in Koblenz

In den letzten Monaten unserer Restaurierungstätigkeit hatten wir einige schöne Kunstobjekte in unserem Restaurierungsatelier. Die Fotos geben einen Endruck von den Konservierungarbeiten an Skulpturen und Gemälden zwischen Barock und Neo-Gotik. Jeder Restaurierung geht eine gründliche Untersuchung mittels UV-Licht, Mikroskop, und eventuell auch Anschliffen voraus. Die Arbeiten werden ständig dokumentiert, in Fotografie und Text festgehalten. Neben den naturwissenschaflichen Untersuchungen erfolgt auch eine kunstwissenschaftliche. Wir haben Referenzobjekte in Neuwied, Andernach, Bonn, Mainz, Trier und im Saarland.

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